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 |Wm Messer|  Cassierer  | |Wm Messer|  Cassierer  |
 |Gg. Wendling|  Instruktor  | |Gg. Wendling|  Instruktor  |
-|Wm Schäfer| Verwalter  |+|Wm Schäfer|  Verwalter  |
  
 ==== Wassersport No. 15. 12. April 1883 ==== ==== Wassersport No. 15. 12. April 1883 ====
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 == Kaiser Regatta in Ems am 24. Juni 1883 == == Kaiser Regatta in Ems am 24. Juni 1883 ==
-II. Vierriems Dollen Rennboot +Rennen II Vierriems Dollen Rennboot
 Ergebnis Vorrennen Ergebnis Vorrennen
-1. Oberräder Rudergesellschaft (10:55) +|  1.  |Oberräder Rudergesellschaft|  (10:55)  | 
-2. Offenbacher RV   +|  2.  |Offenbacher RV \\ Stadtmüller, Krapp, M.Wendling, B. Schneider, G. Wendling (Stm)|  (11:05)  |
-(Stadtmüller, Krapp, M.Wendling, B. Schneider, G. Wendling (Stm) (11:05)+
  
 Preis: ein prachtvoller hoher Pokal, gegeben vom Comité. Der Offenbacher R.Ver. hatte im Versuchsrennen in Folge schlechten Styls und mangelhafter Zusammenarbeit der Mannschaft zurückbleiben müssen. Die Leute des Coblenzer R.-Cl., zwar alle schön und kräftig gebaut, entbehren leider eine gute Schule und arbeiteten nur mit den Armen. Die Oberräder R.Ges welche sich übrigens ebenfalls weniger durch gutes Rudern als durch Kraft auszeichnete, nahm vom Start an mit 32r Schlag und einer halben Länge die Führung und vergrösserte ihren Vorsprung bis zur Wendung um 2 klare Längen. Hier versuchte es der Coblenzer R. Cl. Sich dem führenden Boot zu nähern, was ihm jedoch nur auf eine kleine Strecke gelang. Oberrad ging ca. 4 Längen vor ihm durchs Ziel. Preis: ein prachtvoller hoher Pokal, gegeben vom Comité. Der Offenbacher R.Ver. hatte im Versuchsrennen in Folge schlechten Styls und mangelhafter Zusammenarbeit der Mannschaft zurückbleiben müssen. Die Leute des Coblenzer R.-Cl., zwar alle schön und kräftig gebaut, entbehren leider eine gute Schule und arbeiteten nur mit den Armen. Die Oberräder R.Ges welche sich übrigens ebenfalls weniger durch gutes Rudern als durch Kraft auszeichnete, nahm vom Start an mit 32r Schlag und einer halben Länge die Führung und vergrösserte ihren Vorsprung bis zur Wendung um 2 klare Längen. Hier versuchte es der Coblenzer R. Cl. Sich dem führenden Boot zu nähern, was ihm jedoch nur auf eine kleine Strecke gelang. Oberrad ging ca. 4 Längen vor ihm durchs Ziel.
  
  
-VII. Preis von Freunden des Rudersports, ein Pokal  +Rennen VII. Preis von Freunden des Rudersports, ein Pokal  
-1. Offenbacher Ruderverein (12:03) +|  1.  |Offenbacher Ruderverein \\ Boot Pfeil, G. Metternich, W. Schäfer, W. Messer, H.Hof (Schlag, G. Wendling Stm)|  (12:03)  |
-(Boot Pfeil, G. Metternich, W. Schäfer, W. Messer, H.Hof (Schlag, G. Wendling Stm) +
  
 Zum VII und letzten Rennen hatte zwar die Mannheimer R. Ges nicht gemeldet, stand aber auf dem Programm. Der Offenbacher R.Ver. ging allein über die Bahn und liess diese Ruderei viel zu wünschen übrig. Der Verein würde besser tun, solche Repräsentanten zu Hause zu behalten. Zum VII und letzten Rennen hatte zwar die Mannheimer R. Ges nicht gemeldet, stand aber auf dem Programm. Der Offenbacher R.Ver. ging allein über die Bahn und liess diese Ruderei viel zu wünschen übrig. Der Verein würde besser tun, solche Repräsentanten zu Hause zu behalten.
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 == Regatta der Frankfurter Ruder-Gesellschaft Germania == == Regatta der Frankfurter Ruder-Gesellschaft Germania ==
-Diese Germania-Ruder-Regatta ist seit Jahren die grösste Deutschlands, sowohl in der Zahl, als auch hinsichtlich der Qualität der Boote und Mannschaften. Sie bildet für den Sportsman das wichtigste Ereigniss, den Höhepunkt der Saison, und wer es nur irgend ermöglichen kann, wird „activ oder passiv“ bei ihr nicht fehlen; Frankfurt ist an diesen Tagen das Rendezvous der rudersportlichen Welt. Auch in diesem Jahre war man hergekommen von nah und fern, um zu sehen, was „Rudern“ heisst und, um es — nachdem auch weiter zu erzählen. So auch wir.+Diese Germania-Ruder-Regatta ist seit Jahren die grösste Deutschlands, sowohl in der Zahl, als auch hinsichtlich der Qualität der Boote und Mannschaften. Sie bildet für den Sportsman das wichtigste Ereigniss, den Höhepunkt der Saison, und wer es nur irgend ermöglichen kann, wird „activ oder passiv“ bei ihr nicht fehlen; Frankfurt ist an diesen Tagen das Rendezvous der rudersportlichen Welt. Auch in diesem Jahre war man hergekommen von nah und fern, um zu sehen, was „Rudern“ heisst und, um es — nachdem auch weiter zu erzählen. So auch wir. \\ 
 Dank der Fürsorge die Comité’s, welches Wagen zur Verfügung gestellt hatte, waren wir in der Lage, den Verlauf der Regatta genau zu beobachten. Die Wagen begleiteten jedes Rennen auf dem Leinpfad des rechten Ufers; theilweise ging es über Stock und Stein, in wildester Fahrt. Der Schiedsrichter hatte ausserdem noch ein Reitpferd zur Disposition Dank der Fürsorge die Comité’s, welches Wagen zur Verfügung gestellt hatte, waren wir in der Lage, den Verlauf der Regatta genau zu beobachten. Die Wagen begleiteten jedes Rennen auf dem Leinpfad des rechten Ufers; theilweise ging es über Stock und Stein, in wildester Fahrt. Der Schiedsrichter hatte ausserdem noch ein Reitpferd zur Disposition
-Die Aussichten für den Sonnabend waren nicht sonderlich. Am frühen Morgen wehte böiger SW. Den Main hinauf und wühlte eine Welle auf, welche den Einriemen das Ueben unmöglich machte. An der Kaiserlay kenterte sogar Vorm. Um 11 Uhr eine Jolle, die den frevelhaften Versuch wagte, stromauf gegen eine Stromgeschwindigkeit von ca. 0,70m pro Secunde zu segeln. Am Nachmittag ging der Wind auf Stärke 2-3 zurück; den ganzen Tag drohte Regen und der Besuch der Regatta und die Feststimmung liessen demnach zu wünschen übrig. Die telegraphische Leitung war hergestellt und functionierte am ersten Tage gut, desgleiche das Telephon. Die Records des ersten Tages sind dagegen ganz illusorisch, weil der ungleichmässige Gegenwind sich auch nicht annähernd in seinem Widerstandsmomenten berechnen liess. Der Main war durch die Gewitter der letzten Tage etwas gestiegen, sodass die Kaiserley in ihrer ganzen Breite ungefährdet passiert werden konnte. Die Startplätze hatten gleiche Chancen bis auf No. 4 (vis-à-vis dem Frankfurter Ufer); wer Mitte des Stroms halten konnte, hatte im Allgemeinen das günstigste Fahrwasser. […] \\+Die Aussichten für den Sonnabend waren nicht sonderlich. Am frühen Morgen wehte böiger SW. Den Main hinauf und wühlte eine Welle auf, welche den Einriemen das Ueben unmöglich machte. An der Kaiserlay kenterte sogar Vorm. Um 11 Uhr eine Jolle, die den frevelhaften Versuch wagte, stromauf gegen eine Stromgeschwindigkeit von ca. 0,70m pro Secunde zu segeln. Am Nachmittag ging der Wind auf Stärke 2-3 zurück; den ganzen Tag drohte Regen und der Besuch der Regatta und die Feststimmung liessen demnach zu wünschen übrig. Die telegraphische Leitung war hergestellt und functionierte am ersten Tage gut, desgleiche das Telephon. Die Records des ersten Tages sind dagegen ganz illusorisch, weil der ungleichmässige Gegenwind sich auch nicht annähernd in seinem Widerstandsmomenten berechnen liess. Der Main war durch die Gewitter der letzten Tage etwas gestiegen, sodass die Kaiserley in ihrer ganzen Breite ungefährdet passiert werden konnte. Die Startplätze hatten gleiche Chancen bis auf No. 4 (vis-à-vis dem Frankfurter Ufer); wer Mitte des Stroms halten konnte, hatte im Allgemeinen das günstigste Fahrwasser. […] \\ \\
 Sonntag, den 12. August 1883 \\ Sonntag, den 12. August 1883 \\
-Umso schöner gestaltete sich das Wetter an diesem Tage. Es war ein prachtvoller Sonntag. Am Nachmittag entwickelte sich an beiden Ufern eine förmliche Völkerwanderung nach dem Festplatz, und bis zum Start hinauf war jedes Plätzchen, von dem aus man sehen konnte, jeder Buhnenkopf besetzt. Da sah man, wie Frankfurt im Rudersport webt und lebt. Gross und Klein lief am Ufer neben her und feuerte die Kämpen an. Einen Jüngling sahen wir im Eifer auf seinen Weg hart am Wasser nicht mehr achten und direct in’s Wasser laufen. Der Besuch der Regatta war ein grossartiger, wie wir ihn bisher fast noch nicht gesehen haben; es mögen wohl 30,000 Personen gewesen sein. Die Tribünen waren voll besetzt, die reservierten Plätze für die Rudersportsmen desgleichen. Die Decoration mit Flaggen wirkte recht imposant. Der Damenflor — kurz und gut, es war ein grosses aquatisches Fest. […] \\ +Umso schöner gestaltete sich das Wetter an diesem Tage. Es war ein prachtvoller Sonntag. Am Nachmittag entwickelte sich an beiden Ufern eine förmliche Völkerwanderung nach dem Festplatz, und bis zum Start hinauf war jedes Plätzchen, von dem aus man sehen konnte, jeder Buhnenkopf besetzt. Da sah man, wie Frankfurt im Rudersport webt und lebt. Gross und Klein lief am Ufer neben her und feuerte die Kämpen an. Einen Jüngling sahen wir im Eifer auf seinen Weg hart am Wasser nicht mehr achten und direct in’s Wasser laufen. Der Besuch der Regatta war ein grossartiger, wie wir ihn bisher fast noch nicht gesehen haben; es mögen wohl 30,000 Personen gewesen sein. Die Tribünen waren voll besetzt, die reservierten Plätze für die Rudersportsmen desgleichen. Die Decoration mit Flaggen wirkte recht imposant. Der Damenflor — kurz und gut, es war ein grosses aquatisches Fest. […] \\ \\ 
-Für den Vierriemer der Jung. Waren Oberräder R.Ges., Bremer R.-V., Frankfurter R.-G. Sachsenhausen und Offenbacher R.V. am Start erschienen und placierten sich in der genannten Reihenfolge vom Frankfurter Ufer aus. Bremen und Sachsenhausen übernahmen die Führung und bei der Kaiserlay erreicht Bremen einen kleinen Vorsprung. Es gelingt dieser Mannschaft, bei 2000m nach hartem Kampf eine Länge klar zu machen und sodann mit 3 Längen vor Sachsenhausen durch’s Ziel zu gehen. Fünf Längen weiter folgt Oberrad. Offenbacher R.-V. gab bei 1900m das Rennen auf. Es war für die Bremer ein glänzender Sieg gegen die Junior-Mannschaften bewährter Vereine, doch rudern sie noch gar zu sehr mit krummen Rücken und hängenden Köpfen, was dem guten Aussehen sehr Eintrag tut. […]+Für den Vierriemer der Jung. Waren Oberräder R.Ges., Bremer R.-V., Frankfurter R.-G. Sachsenhausen und **Offenbacher R.V.** am Start erschienen und placierten sich in der genannten Reihenfolge vom Frankfurter Ufer aus. Bremen und Sachsenhausen übernahmen die Führung und bei der Kaiserlay erreicht Bremen einen kleinen Vorsprung. Es gelingt dieser Mannschaft, bei 2000m nach hartem Kampf eine Länge klar zu machen und sodann mit 3 Längen vor Sachsenhausen durch’s Ziel zu gehen. Fünf Längen weiter folgt Oberrad. Offenbacher R.-V. gab bei 1900m das Rennen auf. Es war für die Bremer ein glänzender Sieg gegen die Junior-Mannschaften bewährter Vereine, doch rudern sie noch gar zu sehr mit krummen Rücken und hängenden Köpfen, was dem guten Aussehen sehr Eintrag tut. […]
 Wir kommen nunmehr zu dem fast originellsten Rennen des Tages, im Dollen-Vierriemer. Am Start erschien Oberräder R.-G., Club Nautique de Gand, Offenbacher R.-V. und Coblenzer R.-G. und namen ihre Startplätze in dieser Reihenfolge vom rechten Ufer aus. Gent hatte wieder seinen kleinen Steuermann, mit dessen Hikfe und raffinierter Steuerkunst es dem Boot bald gelang seinen Vorsprung von ½ Länge dahin zu benutzen, nach heimischer Methode zunächst seinem Gegner Backbord, den Offenbachern, sodann im weiteren Verlauf das Rennen auch den Coblenzern das Fahrwasser abzuschneiden. In beiden Fällen kamen die Riemen gegenseitig in Collision. Die Genter wussten offenbar nicht, dass das Verlassen des eigenen Fahrwassers und die absichtliche Hinderung anderer Gegner in dem ihrigem nach unsern Wettfahrtbestimmungen nicht gestattet ist. Nachdem bedrängte trotzdem Coblenz die Genter sehr hart. Von 1000 bis 1200m schossen die Boote Bug an Bug dahin. Sodann gelang es Gent ½ Länge und bei 2000m sich mit 1 Länge loszumachen. Mittlerweile waren die Oberräder wieder mit den Coblenzern mächtig aufgerückt und rangen mit diesem um den zweiten Platz. Gent ging mit nur ½ Länge vor Coblenz und dieses 1 Länge vor Oberrad durchs Ziel. Offenbach folgte 19 Sec. Später — Coblenz und Offenbach erhoben sofort gegen Gent Protest, der als begründet erkannt und dahin entschieden wurde, dass diese Vereine nochmals zu starten hatten. Oberrad wurde als besiegt betrachtet, da es von Anfang bis zum Ende in seinem Fahrwasser nicht behindert war und sogar hinter dem kollidierten Coblenz durchs Ziel kam. — Die nochmalige Concurrenz war über Erwarten heiss. Bis 500m sind Beide gleich. Dann geht Offenbach vor und führt mit 1½ Längen; nun rückt wiederum Coblenz auf und gewinnt bei 2000m ¾ Längen; nochmals setzt Offenbach sein ganzen Können ein, hat kurz vor dem Ziel fast seinen Gegner eingeholt, Coblenz kann aber nochmals mit einem letzten Spurt prompt erwidern und mit ¾ Längen durchs Ziel gehen. Beide Mannschaften kamen fast gänzlich erschöpft hier an; aber wie sind sie auch von ihren Steuerleuten während des ganzen Rennens getrieben worden! Die Records für Coblenz (307m pro Min.) und für Offenbach (304m pro Min.) sind die besten sämmtlicher Vierriemer-Mannschaften an diesem Tage. — Die Genter musste die ihnen ungewöhnliche Entscheidung des Schiedsrichters einigermassen überraschen, doch wussten sie sich mit Würde in das Unvermeidliche zu fügen. Sie forderten sofort nach dem nochmaligen Entscheidungskampf die siegenden Coblenzer zu einer Privat-Wettfahrt „für Heute oder Morgen“ heraus; die Letzteren bedauerten aber ablehnen zu müssen. Wir kommen nunmehr zu dem fast originellsten Rennen des Tages, im Dollen-Vierriemer. Am Start erschien Oberräder R.-G., Club Nautique de Gand, Offenbacher R.-V. und Coblenzer R.-G. und namen ihre Startplätze in dieser Reihenfolge vom rechten Ufer aus. Gent hatte wieder seinen kleinen Steuermann, mit dessen Hikfe und raffinierter Steuerkunst es dem Boot bald gelang seinen Vorsprung von ½ Länge dahin zu benutzen, nach heimischer Methode zunächst seinem Gegner Backbord, den Offenbachern, sodann im weiteren Verlauf das Rennen auch den Coblenzern das Fahrwasser abzuschneiden. In beiden Fällen kamen die Riemen gegenseitig in Collision. Die Genter wussten offenbar nicht, dass das Verlassen des eigenen Fahrwassers und die absichtliche Hinderung anderer Gegner in dem ihrigem nach unsern Wettfahrtbestimmungen nicht gestattet ist. Nachdem bedrängte trotzdem Coblenz die Genter sehr hart. Von 1000 bis 1200m schossen die Boote Bug an Bug dahin. Sodann gelang es Gent ½ Länge und bei 2000m sich mit 1 Länge loszumachen. Mittlerweile waren die Oberräder wieder mit den Coblenzern mächtig aufgerückt und rangen mit diesem um den zweiten Platz. Gent ging mit nur ½ Länge vor Coblenz und dieses 1 Länge vor Oberrad durchs Ziel. Offenbach folgte 19 Sec. Später — Coblenz und Offenbach erhoben sofort gegen Gent Protest, der als begründet erkannt und dahin entschieden wurde, dass diese Vereine nochmals zu starten hatten. Oberrad wurde als besiegt betrachtet, da es von Anfang bis zum Ende in seinem Fahrwasser nicht behindert war und sogar hinter dem kollidierten Coblenz durchs Ziel kam. — Die nochmalige Concurrenz war über Erwarten heiss. Bis 500m sind Beide gleich. Dann geht Offenbach vor und führt mit 1½ Längen; nun rückt wiederum Coblenz auf und gewinnt bei 2000m ¾ Längen; nochmals setzt Offenbach sein ganzen Können ein, hat kurz vor dem Ziel fast seinen Gegner eingeholt, Coblenz kann aber nochmals mit einem letzten Spurt prompt erwidern und mit ¾ Längen durchs Ziel gehen. Beide Mannschaften kamen fast gänzlich erschöpft hier an; aber wie sind sie auch von ihren Steuerleuten während des ganzen Rennens getrieben worden! Die Records für Coblenz (307m pro Min.) und für Offenbach (304m pro Min.) sind die besten sämmtlicher Vierriemer-Mannschaften an diesem Tage. — Die Genter musste die ihnen ungewöhnliche Entscheidung des Schiedsrichters einigermassen überraschen, doch wussten sie sich mit Würde in das Unvermeidliche zu fügen. Sie forderten sofort nach dem nochmaligen Entscheidungskampf die siegenden Coblenzer zu einer Privat-Wettfahrt „für Heute oder Morgen“ heraus; die Letzteren bedauerten aber ablehnen zu müssen.
  
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 ==== Vorstände 1883 ==== ==== Vorstände 1883 ====
 === ORV === === ORV ===
-| 1. Vorsitzender | [[person:heinrichwendling|Heinrich Wendling]] | +{{page>public:vorstand:ovs1883}}
-| 2. Vorsitzender | [[person:heinrichendres|Heinrich Endres]] | +
-| Instruktor | [[person:georgwendling|Georg Wendling]] | +
-| Kassierer | [[person:wmesser|W. Messer]] | +
-| Verwalter | [[person:wschaefer|W. Schäfer]] | +
-| Schriftführer | [[person:phhiller|Ph. Hiller]] \\ [[person:mhof|M. Hof]] |+
 /* ==== Geehrte Miglieder 1883 ==== */ /* ==== Geehrte Miglieder 1883 ==== */
 /* ==== Verstorbene Mitglieder 1883 ==== */ /* ==== Verstorbene Mitglieder 1883 ==== */
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 === Ruderregatten 1883 === === Ruderregatten 1883 ===
 \\ \\
-\\ +{{page>:public:1883:1883_rennen}} 
-== Bad Ems == + 
-**24. Juni 1883** \\ +==== Aus den Chroniken ==== 
-^  Re.NR.  ^  Rennnen  ^Mannschaft^  Platz  ^Info^ +=== 90-Jahr-Chronik === 
-|  2  |  Vierriemen Dollen-Rennboot  |[[person:josefkrapp|Josef Krapp]], [[person:martinwendling|Martin Wendling]], [[person:bschneider|B. Schneider]], [[person:heinrichstadtmueller|Heinrich Stadtmüller]], Stm. [[person:georgwendling|Georg Wendling]] |    |Boot: Main \\ Der Offenbacher Ruderverein hatte im Versuchs-Rennen in Folge schlechten Stils und mangelnder Zusammenarbeit der Mannschaft zurückbleiben müssen | +Die Jahre 1883-1885 brachten wenig von BedeutungAm 16Januar 1883 traten wir dem Deutschen Ruderverband beiDie beschickten Regatten brachten leider nur einen Erfolg im Vierer in Bad Ems. \\  
-|  7  |  Vierriems Ausleger-Rennboote für Juniors  |[[person:georgmetternich|Georg Metternich]], [[person:wschaefer|WSchäfer]], [[person:heinrichhof|Heinrich Hof]], [[person:wmesser|WMesser]], StmGeorg Wendling |   **1**  |Boot: Pfeil \\ Der Offenbacher Ruderverein ging allein über die Bahn und liess diese Ruderei viel zu wünschen übrigDer Verein würde besser thun, solche Repräsentanten zu Hause zu behalten. | + 
-\\ +=== 100-Jahr-Chronik === 
-== Mannheim == +Die Jahre 1883 bis 1885 bringen wenig von BedeutungAm 16. Januar 1883 tritt der ORV dem Deutschen Ruderverband beiDas Jahr 1886 steht ganz im Zeichen des erfolgreichen Skullers Heinrich Stadtmüller, der im ersten Jahr gleich 5 Siege für den ORV nach Hause fährtEr startet in Mainz, Bad EmsMannheim und zweimal in FrankfurtAußerdem ist die Teilnahme von Heinrich Stadtmüller am 7. August 1887 bei der Regatta des Deutschen Turnvereins in Rotterdam der erste Auslandsstart eines Ruderers des Offenbacher Rudervereinsder auch gleich im Rennen gegen Schilling/ Amsterdam und Vollenhoven/Rotterdam einen Sieg einbringt. \\  
-== Oberrheinische Regatta Mannheim == + 
-**22Juli 1883** \\ +=== Rudern-100-Jahr-Chronik  === 
-^  Re.NR.  ^  Rennnen  ^Mannschaft^  Platz  ^Info^ +Die Jahre 1883-1885 brachten wenig von BedeutungAm 16Januar 1883 trat der ORV dem Deutschen Ruderverband beiEs wurde nur ein Vierer in Bad Ems gewonnenbei den anderen Regatten ging man leer aus. \\  
-|  4  |  Vierriems Ausleger-Rennboote für Juniors  |WSchäferWMesser, Heinrich HofGeorg Metternich, StmGeorg Wendling |  3  |Boot: Pfeil \\ | +Erst im Jahre 1886 kam der Skuller Heinrich Stadtmüller mit SiegenMan startete in MainzBad EmsMannheim und zweimal in Frankfurt. Er war ein starker und zielbewusst trainierender Ruderer und kam so zu den großen Erfolgen. \\ 
-\\ +
-== Frankfurt == +
-**11./ 12Juli 1883** \\ +
-^  Re.NR.  ^  Rennnen  ^Mannschaft^  Platz  ^Info^ +
-|  3  |  Vierriems Ausleger-Rennboote  |W. SchäferWMesser, Heinrich Hof, Georg Metternich, Stm. Georg Wendling |   aufgegeben  |Boot: Pfeil \\ | +
-|  4  |  Einriemer Ausleger-Rennboote für Juniors  |[[person:oeberhard|O. Eberhard]] |   aufgegeben  |Boot: Salamander \\ | +
-|    Vierriemen Dollen-Rennboot  |[[person:heinrichendres|Heinrich Endres]], [[person:kheim|KHeim]]B. SchneiderHeinrich Stadtmüller, StmGeorg Wendling |    |Boot: Möve \\ +
-\\ +
-\\ +
-/* +
-==== Bilder 1883 ==== +
-{{gallery>:public:1883}} +
-*/ +
-\\ +
----- +
-{{page>[public:jahre_footer]}}+
  
 +=== 25-Jahr-Chronik ===
 +Am 16. Januar dieses Jahres tritt der ORV dem Deutschen Ruderverband bei. \\ 
 +In den Jahren 1883-1885 ereignet sich dann wenig von Bedeutung. \\ 
  
 +==== Aus den Chroniken ====
 +=== 25-Jahr-Chronik ===
 +Die Jahre 1883 bis 1885 brachten wenig von großer Bedeutung. Erwähnenswert ist, daß wir am 16. Januar 1883 dem Deutschen Ruderverband beigetreten sind. Von den beschickten Regatten konnten wir leider nicht als Sieger nach Hause ziehen. Im Jahre 1884 wurde das zehnjährige Stiftungsfest gefeiert. \\ 
  
 +=== Rudern-100-Jahr-Chronik  ===
 +16. Januar 1883 wird der ORV 1874 Mitglied des Deutschen Ruderverbandes, verbunden mit allen Rechten, aber auch den entsprechenden Pflichten. Bis
  
 +/* ==== 150-Jahr-Chronik ==== */
 /* /*
 ===== Bilder 1883 ===== ===== Bilder 1883 =====
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